Welche Komplikationen gibt es?

Im Zusammenhang mit der Schilddrüsenoperation wird häufig die Stimmbandnerverletzung erwähnt. Der Nerv verläuft auf beiden Seiten hinter der Schilddrüse zum Kehlkopf und ist für die Beweglichkeit der Stimmbänder verantwortlich.
Das Risiko einer Verletzung liegt bei ca. 2 % und kann durch ein so genanntes »Nervenmonitoring« während der Operation zusätzlich verringert werden. Auch an unserer Klinik wird dieses Monitoring zum Auffinden des Stimmbandnervs routinemäßig eingesetzt. Falls es trotzdem zu einer Stimmbandfunktionsstörung nach der Operation kommt, ist diese meist nur vorübergehend. Um sicherzustellen, dass die Stimmbänder vor der Operation funktionierten, ist vor dem Krankenhausaufenthalt die Stimmbandprüfung beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt notwendig. Ferner besteht in seltenen Fällen das Risiko einer Nachblutung innerhalb der ersten 24 Stunden. Durch das teilweise Entfernen so genannter Nebenschilddrüsenkörperchen, die linsengroß hinter der Schilddrüse sitzen, kann es zu einer Verschiebung des Calciumgehalts im Blut kommen. Dabei können Muskelkrämpfe oder Kribbeln in den Fingern (Tetanie) auftreten. Hier hilft die vorübergehende zusätzliche Gabe von Calcium für einige Tage.

Wie lange ist der Krankenhausaufenthalt und wie geht es weiter?

Bei komplikationslosem Verlauf ist derKrankenhausaufenthalt bei uns 3-4 Tage. Die Naht liegt unter der Haut und muss nicht entfernt werden. Körperliche Tätigkeiten oder Sport sind nach 1-2 Wochen Schonung möglich. Eine nochmalige Untersuchung durch den Nuklearmediziner ist nach 4-6 Wochen erforderlich. Dann wird die Hormonproduktion der Restschilddrüse bestimmt und eine entsprechende Hormonersatztherapie mit Schilddrüsenhormontabletten eingeleitet. Die Dosis der Tablette wird so angepasst, dass der Körper genau die nötig Hormonmenge bekommt, die er braucht. Dadurch wird ein erneutes Wachstum der Schilddrüse verhindert.

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