Der künstliche Gelenkersatz ist eine der erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie und Unfallchirurgie. Durch moderne Materialien (Keramik, Titan), gewebeschonende minimalinvasive Operationstechniken und große operative Erfahrung werden heute Standzeiten von weit über 20 Jahren erreicht. Galt vor Jahren die Endoprothese als letztes Mittel, bietet sie heute ein beschwerdefreies und sportlich aktives Leben. Bereits am ersten postoperativen Tag ist eine Mobilisation unter voller Belastung möglich. Zum Ende des stationären Aufenthaltes sind unsere Patienten ohne Gehhilfsmittel mobil. Im Anschluss an die Rehabilitation, ca. 4-6 Wochen nach der Operation, ist der Patient wieder voll im Alltag einsatzfähig.

Mit fast 5000 stationären Patienten und über 5000 Operationen im Jahr gehören die Orthopädie an der Geomed Klinik und am Leopoldina Krankenhaus Schweinfurt unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. M. Blanke zu den größten Kliniken in Bayern. Für den Bereich der Endoprothetik im Hüft-, Knie- und Schulterbereich liegt ein besonders großer Erfahrungsschatz vor. Chefarzt Dr. M. Blanke ist Leiter und Hauptoperateur des zertifizierten EndoProthesenZentrums Leopoldina Schweinfurt und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Endoprothetik. Von der minimalinvasiven zementfreien Kurzschaftprothese mit spezieller Keramikoberfläche über die "highflex single radius Knieendoprothese" bis hin zur komplexen Prothesenwechseloperation sprechen unsere Operationszahlen und die Zufriedenheit unserer Patienten für sich. Sollte die Arthrose noch nicht soweit fortgeschritten sein, bieten sich alternative Therapiemethoden, wie die Injektion eines Kombinationspräparates aus künstlicher Gelenkflüssigkeit (Hyaluronsäure) und körpereigenen, hochkonzentrierten Wachstumsfaktoren (ACP) über eine patentierte Doppelspritze an. Im Folgenden sollen Antworten auf häufig gestellte Fragen bezüglich Gelenkersatz und Arthrose gegeben werden. Darüber hinaus stehen wir Ihnen gerne im Rahmen unserer Sprechstunde auch für eine zweite Meinung zur Verfügung.

Was ist Arthrose?

Arthrose bedeutet Gelenkverschleiß. Der Gelenkverschleiß lässt sich in primäre und sekundäre Arthrose unterscheiden.

Die Gründe für primäre Arthrose sind oftmals unklar oder erblich bedingt. Mögliche Ursachen für eine sekundäre Arthrose sind beispielsweise zu starke Belastungen oder Fehlstellungen. Vor allem im Bereich der großen Gelenke (Hüftgelenk, Kniegelenk und Schultergelenk) kommt es im Laufe des Lebens zu einem Verschleiß der Knorpeloberfläche. Am häufigsten betroffen sind das Knie (Gonarthrose) oder die Hüfte (Coxarthrose). Sind mehrere Gelenke betroffen, spricht man von einer Polyarthrose. Oftmals merkt der Betroffene die Symptome der Arthrose im Frühstadium nicht. Erst, wenn Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen in Ruhe und Belastung auftreten, machen sich die Schäden der Arthrose bemerkbar. Neben diesen Symptomen zeigt ein Röntgenbild die typischen, durch Arthrose verursachten Veränderungen an der Knochenstruktur. Wie man auf den Röntgenbildern sieht, ist der Gelenkspalt deutlich verschmälert (Knochen reibt auf Knochen) und knöcherne Anbauten haben sich gebildet.

Für noch mehr Informationen www.orthopädie-ratgeber.de oder zum Video Was ist Arthrose? (https://youtu.be/_qFWx2_H3fw)

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Arthrose?

In einem frühen Stadium der Arthrose sind die Einschränkungen und Schmerzen noch gering, es können verschiedene sogenannte konservative Maßnahmen ergriffen werden. Bei Kniearthrose (Gonarthrose) und der Hüftarthrose (Coxarthrose) ist eine Gewichtsreduktion zu empfehlen. Mit der patentierten „Doppelspritze“ und Injektion von körpereigenen, konzentrierten Wachstumsfaktoren (Autologes Conditioniertes Plasma) in Kombination mit Hyaluronsäure können sehr gute Ergebnisse bei Arthrose erreicht werden.

Generell gilt: Sportliche und aktive Betätigung erhält die Beweglichkeit und reduziert die Beschwerdesymptomatik durch die Kräftigung der Muskulatur.
Liegt eine manifeste Arthrose (mit Bewegungseinschränkung und Schmerzen) vor, bedarf es eines künstlichen Gelenkersatzes. Zu lange sollte nicht gewartet werden, da bei von Arthrose veränderten Gelenken häufig im weiteren Verlauf Muskulatur und andere Strukturen geschwächt werden und dies zu deutlichen Einbußen der Lebensqualität führen kann. Durch die Möglichkeiten der arthroskopischen Therapie (Gelenkspiegelung) lassen sich Begleiterscheinungen der Arthrose (wie Meniskus-Verletzungen) durch eine minimalinvasive Therapie behandeln.

Für noch mehr Informationen www.orthopädie-ratgeber.de oder
zum Video Kann man Arthrose vorbeugen? https://youtu.be/ovPvzesBpwc
bzw. Gelenkersatz - Wann ist der richtige Zeitpunkt? https://youtu.be/8K1eIjz5Rj0

Wie sicher und wie erfolgreich ist der künstliche Gelenkersatz?

In den letzten 25 Jahren wurde der künstliche Gelenkersatz (Endoprothetik) bei Arthrose oder nach Unfällen immens weiterentwickelt.
Dies betrifft die eingesetzten Implantate (Hüftprothese, Knieprothese, Schulterprothese, etc.), die mittlerweile eine Haltbarkeit von deutlich über 20 Jahren aufweisen – was direkt damit zusammenhängt, dass die so genannte Gleitpaarung stark verbessert wurde. Heute kommen vor allem Keramik und hochvernetzte Kunststoffoberflächen zum Einsatz. Generell wurden die Endoprothesen verkleinert, um möglichst knochenschonend zu arbeiten. Insbesondere bei jüngeren Arthrose-Patienten wird auf diese Prothesen gesetzt, da ein späterer Wechsel der Prothese nicht völlig auszuschließen ist. In der Operationstechnik haben sich minimalinvasive Techniken mit Schonung von Muskulatur und Bandstrukturen durchgesetzt. Dadurch wird garantiert, dass ein Patient mit einem künstlichen Gelenkersatz sofort unter voller Belastung mobilisiert werden kann.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der künstliche Gelenkersatz (die Endoprothetik) berechtigterweise als erfolgreichste Operation in der Chirurgie und Orthopädie bezeichnet werden kann. Oft sind unsere Patienten überrascht, wie schnell sie ihre volle Belastungsfähigkeit und Beweglichkeit wiedererlangen. Nicht selten sagen sie: „Hätte ich das gewusst, hätte ich mich schon früher operieren lassen.“

Für noch mehr Informationen www.orthopädie-ratgeber.de oder
zum Video Gelenkersatz – Wie findet man die richtige Klinik? https://youtu.be/231nTcNzEdI
Video Gelenkersatz – Welche Materialien und Prothesenarten gibt es? https://youtu.be/jp7LfumH3nw

Wie wir Infektionen vermeiden?

Infektion ist ein großes Thema. Wir haben frühzeitig Maßnahmen und Prozessabläufe etabliert, um dies zu verhindern.
Durch gewebeschonende Operationstechniken und spezielle Patientenvorbereitung wird ein Höchstmaß an Keimfreiheit gewährleistet. Jeder unserer Patienten erhält kostenfrei ein spezielles Waschset, um aktiv bei der Vorbereitung mitzuwirken. Trotzdem muss jeder Patient darauf hingewiesen werden, dass man mit einem vorhandenen künstlichen Gelenk vorsichtiger sein muss. Zum Beispiel bei einer eitrigen Zahninfektion sollte dann gegebenenfalls eine prophylaktische Antibiotikaeinnahme erfolgen, um eine Verschleppung von Keimen über den Blutweg hin zur Prothese zu vermeiden. Werden diese Maßnahmen ergriffen und berücksichtigt, sind die Infektionsgefahren sehr gering.

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zum Video Risiken der Operation bei Gelenkersatz? https://youtu.be/gTihZOhLPns

Wie läuft der stationäre Aufenthalt ab?

Nachdem die Indikation in unserer Sprechstunde gestellt wurde und wir ausführlich mit Ihnen über die Behandlungsoptionen bei Arthrose gesprochen haben, wird ein Termin für die stationäre Aufnahme vereinbart. Spezielle digitale Röntgenaufnahmen ermöglichen eine präoperative individuelle Planung der Endoprothese am Computermodel.

Nachdem alle Vorbereitungen inklusive Aufklärung und gegebenenfalls weiterer Untersuchungen (Kardiologie, EKG, etc.) durchgeführt wurden, erfolgt noch ein ausführliches Gespräch. Ausgeruht am Morgen, bekommen unsere Patienten eine halbe Stunde vor der Operation eine Beruhigungstablette und werden dann in den Operationssaal gebracht. Unter Verwendung eines etablierten Verfahrens der WHO (World Health Organisation) wird im Operationstrakt nochmals das gesamte Vorhaben von den behandelnden Ärzten überprüft und die korrekte Gelenkseite verifiziert. In der Regel dauert der künstliche Gelenkersatz bei Arthrose im Bereich des Hüftgelenks, Kniegelenks und Schultergelenkes durch unsere erfahrenen Operateure circa eine Stunde. Nach der Operation kommt der Patient zum Aufwachen in den Aufwachraum, bevor er auf die Normalstation weiter verlegt wird, auf der sich dann unsere Ärzte und das Pflegepersonal um ihn kümmern. Am Folgetag beginnt bereits die Mobilisation mit unseren Krankengymnasten – unter voller Belastung.
Angestrebt ist, dass unsere Patienten – abhängig von ihrer individuellen Heilungszeit – etwa 10 bis 14 Tage nach der Operation eine Rehabilitation beginnen. Diese kann ambulant oder stationär erfolgen. Während des stationären Aufenthaltes sind bei der Organisation die Mitarbeiter des Sozialdienstes behilflich. Bereits zur Entlassung aus der stationären Behandlung können die meisten unserer Patienten schon kürzere Strecken ohne Gehhilfsmittel zurücklegen und auf unseren Ergometern fahren. Spätestens nach der Rehabilitation, ungefähr 5 bis 6 Wochen nach der operativen Versorgung, werden keine Gehhilfsmittel mehr benötigt.

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zum Video Gelenkersatz – Der Ablauf von OP bis Reha https://youtu.be/jDn-k_qa9gQ

Sport und künstlicher Gelenkersatz?

Auch hier hat sich vieles getan. Sowohl im intensiven Training während des stationären Aufenthaltes als auch im Rahmen der Rehabilitation werden unsere Patienten durch die Physiotherapeuten gezielt geschult.
Künstlicher Gelenkersatz bei Arthrose und sportliche Betätigung sind kein Widerspruch. Im Gegenteil, wir motivieren unsere Patienten aktiv am Leben und am Sport teilzunehmen. Sicherlich können bestimmte Extremsportarten, die auch für den Gesunden eine Gefahr darstellen, nicht guten Gewissens empfohlen werden. Aber ein Patient, der bisher geübter Skifahrer war, darf auch mit einem künstlichen Gelenk Ski fahren – sollte allerdings hier mit Augenmaß vorgehen. Auch Sportarten wie Golf, Joggen, Fahrrad fahren, Walken etc. sind problemlos mit einem künstlichen Gelenk möglich.

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zum Video Sport nach Gelenkersatz? https://youtu.be/_gUaXXx91BQ

Wechseloperation einer Prothese?

Immer wieder begegnen wir Patienten, denen vor Jahren oder Jahrzehnten künstliche Gelenke eingesetzt wurden, die sich nun zum Teil gelockert haben. Auch in diesen Fällen sind wir als Spezialklinik für Wechseloperationen zuständig und halten ein großes Portfolio an Prothesenmodellen bereit, damit selbst diese Situationen mit sehr gutem Ergebnis gemeistert werden können.
Hier bedarf es einer individuellen Planung, um der jeweiligen Situation optimal gerecht zu werden. Selbst in besonderen Fällen, wie zum Beispiel bei künstlichem Gelenkersatz aufgrund von Tumorerkrankungen oder Infektionen, weisen wir einen großen Erfahrungsschatz auf. Sollten Sie weitere Fragen haben oder eine zweite Meinung wünschen, freuen wir uns, Ihnen mit Rat und Tat in unserer Sprechstunde zur Verfügung zu stehen.

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Zum Video
Arthrose und Gelenkersatz –die häufigsten Fragen https://youtu.be/P_L6QT9UV3o
Arthrose und Hüftgelenkersatz / Medizin im Gespräch https://youtu.be/3rpWAYLCQuE
Arthrose und Kniegelenkersatz / Medizin im Gespräch https://youtu.be/cxSP_IOPri0
Arthrose im Schultergelenk https://youtu.be/MIXxImqijV4

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