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07.07.2017

Hammerzehe und Leistenbruch

In der kommenden Woche werden in der Kreisklinik gleich zwei Arzt-Patienten-Seminare angeboten.

Am Dienstag, 11. Juli erläutert Dr. med. Matthias Blanke, Chefarzt der Orthopädie, Unfallchirurgie und Endoprothetik, unter dem Thema „Vom Hallux valgus bis zur Hammerzehe“ Therapiemethoden der modernen Fußchirurgie.

Der Hallux valgus oder Ballenzeh, ist eine typische Zivilisationskrankheit. Durch falsches und zu enges Schuhwerk kommt es zu einem sogenannten Spreizfuß der früher oder später in das Abweichen der Großzehe nach außen führt. Durch die Fehlstellung kommt es zu Schmerzen und einer typischen Ausbuchtung am innenseitigen Schuh. Ist der Beginn einmal gemacht, kann die Progredienz durch konservative Methoden nur schlecht aufgehalten werden. Mittels neuer minimalinvasiver Operationsmethoden kann bereits kurz nach der Operation eine Belastung erfolgen. Neben dem Hallux valgus stellt Dr. Blanke weitere typische Erkrankungen rund um den Fuß inklusive Behandlungs- und Prophylaxestrategien vor.

Minimalinvasive Operation

Am Donnerstag, 13. Juli, informiert Dr. med. Michael Dietrich, Chefarzt der Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie über die in der Geomed-Kreisklinik seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführte Leistenoperation „nach Shouldice“. Die Leistenbruchoperation ist mit 270 000 Eingriffen pro Jahr eine der häufigsten Operationen in Deutschland. Beim Leistenbruch handelt es sich um eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke. Beim Mann entsteht diese Lücke durch den Durchtritt des Samenstrangs, bei der Frau zieht ein Halteband der Gebärmutter durch diese Öffnung. Die Gefahr eines Leistenbruches besteht in der Einklemmung vom Darm, der dann durch die Drosselung der Durchblutung absterben kann.

Zur Versorgung des Leistenbruches stehen heutzutage verschiedene Operationsmethoden zur Verfügung. Bei der häufig durchgeführten minimalinvasiven Operation muss immer ein Kunststoffnetz eingebracht werden und die Operation ist nur in Vollnarkose möglich.

Bereits in den 1960er-Jahren entwickelte der Kanadier Edward Earle Shouldice eine Methode des Bruchlückenverschlusses, die ohne Fremdkörper auskommt und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Diese weltweit bewährte Operationsmethode hat mit einem Prozent immer noch die geringste Rate für das Risiko eines erneuten Leistenbruches.

Die Arzt-Patienten-Seminare finden jeweils ab 18 Uhr im Konferenzraum (EG) der Kreisklinik statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Hammerzehe-und-Leistenbruch;art769,9637933
© Main-Post 2017



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