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20.10.2017

Arzt-Patienten-Seminar: Das Multitasking-Werkzeug Fuß

„Für mich ist das Multitasking-Werkzeug Fuß einer der faszinierendsten Abschnitte des menschlichen Körpers“, sagte Dr. Stefan Feiler am Donnerstag in der Geomed-Kreisklinik.

Der erfahrene Fußchirurg nahm beim jüngsten Arzt-Patienten-Seminar rund 30 Zuhörer mit auf eine Rundreise durch die Regionen des menschlichen Fußes, ihre Erkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten.

Die Vorträge von Feiler und seinen Kollegen haben Tradition an der Geomed-Klinik. Regelmäßig erfahren die Zuhörer dort, was zurzeit in der Medizin der Stand der Dinge ist.

Orthopäde Feiler hat sich auf die Behandlung von Fuß- und Sprunggelenkerkrankungen spezialisiert. In seiner Schweinfurter Praxis untersucht er Jahr für Jahr unzählige Patienten mit Fußproblemen und verfügt so über einen immensen Erfahrungsschatz. Neben kleineren ambulanten Operationen, die er in Schweinfurt durchführt, operiert er seit zehn Jahren die „große Fußchirurgie“ in Gerolzhofen am Krankenhaus.

Vorfuß, Mittelfuß und Rückfuß

Das Jubiläum nahm Feiler zum Anlass in einer Art Retrospektive in der Geomed-Klinik über das immense Spektrum und die Möglichkeiten der modernen Fußchirurgie von heute zu berichten.

Aus der Sicht des Chirurgen unterteilt er den Fuß in Vorfuß, Mittelfuß, Rückfuß und Sprunggelenk. Die bekanntesten Fußerkrankungen, die regelmäßig Operationen erfordern, liegen im Bereich des Vorfußes: Schiefzehen (Hallux valgus) und Hammerzehen.

Im Mittelfuß sind es bei Erwachsenen die Arthrosen der sogenannten Lisfranc-Gelenkreihe, die den Fußchirurgen fordern. Angeborene überzählige Fußwurzelknochen, die extrem schmerzhaft sein können, machen eine Operation manchmal schon im Kindes- oder Jugendalter notwendig.

Sehnenschwächen oder neurologische Erkrankungen seien in vielen Fällen der Auslöser komplexer Fehlstellungen des Fußes, die im Bereich des Rückfußes liegen. So sei der Knick-Plattfuß des Erwachsenen oft nur mit aufwendigen Knochenumstellungen und Sehnentransplantationen zu beherrschen.

Patienten oft schmerzgeplagt

In fortgeschrittenen Stadien könne sogar die Versteifung von Teilen der Fußwurzel notwendig werden, so Feiler. Die oft schmerzgeplagten Patienten nähmen diese aufwändigen Eingriffe gerne in Kauf, wenn ihnen dafür wieder ein Stück Normalität des Alltags zurückgegeben wird. Das Lob einer alten Dame, „endlich kann ich wieder alleine ohne Krücken einkaufen gehen“, sei eine der höchsten Auszeichnungen, die man als Arzt und Fußchirurg erhalten könne, betonte Feiler.

Kongressredner und Dozent

Schmerzen durch einen Knick-Plattfuß beim Kind, die sich auch durch Einlagen nicht bessern, seien schon mit einem rund 15-minütigen Eingriff über einen minimalen Hautschnitt behandelbar. Das optimale Operationsalter liege hier zwischen neun und zwölf Jahren. „Dann hat der Fuß noch die Chance, sein weiteres Wachstum korrekt auszurichten.“

Am Ende ging Feiler auf „Umknickverletzungen“ am Sprunggelenk ein. „Unsachgemäß behandelt kann das zu chronischen Instabilitäten und letztlich zum Gelenkverschleiß führen“, gab er den Anwesenden mit auf den Weg.

Feiler ist Mitglied in den deutschen Fachgesellschaften für Fußchirurgie. Regelmäßig ist er für diese Vereinigungen als Kongressredner oder Dozent im In- und Ausland aktiv. Da versteht es sich fast von selbst, dass er die Zertifizierung zum Fuß- und Sprunggelenkchirurgen bei beiden Gesellschaften durchlaufen hat.

Als seinen Hauptförderer und Mentor nannte er den langjährigen Präsidenten der Gesellschaft für Fußchirurgie, Professor Dr. Markus Walther (München). „Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute in der Fußchirurgie angekommen bin“, sagte Feiler.

Quelle und Foto: http://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Erkrankungen-und-Leiden-der-Fuesse-Koerper;art769,9776139
© Main-Post 2017



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