Richtige Ernährung gegen KrebsFrüherkennung bei Darmkrebs äußerst wichtig
22.03.2010
Früherkennung bei Darmkrebs äußerst wichtig Wegen des großen Interesses wiederholt Chefarzt Dr. Fuchs seinen Vortrag am 30. März
(ks) „Ist Dickdarmkrebs durch richtige Ernährung vermeidbar?“ Darüber referierte Chefarzt Dr. Günter Fuchs in der Geomed-Klinik. Wie aktuell und brisant das Thema ist, bewies einmal mehr die hohe Besucherzahl. Immerhin ist der Darmkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache nach Lungenkrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen.
Aufgrund der Tatsache, dass etliche Interessenten aus Platzgründen keinen Einlass mehr fanden, wird Dr. Fuchs den Vortrag am Dienstag, 30. März, um 18.30 Uhr in der Geomed-Klinik wiederholen.
Da der Krebs zwischen zehn und 15 Jahre braucht, um sich zu entwickeln, und die Symptome meist erst sehr spät auftreten, ist eine Früherkennung äußerst wichtig, so Fuchs. Der Krebs entwickelt sich aus meist gutartigen Polypen aus der Darmschleimhaut heraus. Bei einer Untersuchung stellt der Arzt fest, ob es sich um echte (bösartige) oder unechte (nicht bösartige) Polypen handelt.
Am häufigsten tritt die Erkrankung in den westlichen Industriestaaten auf, wie Dr. Fuchs anhand einer Grafik verdeutlichte. Es zeigte sich, dass dabei die Ernährung eine ganz große Rolle spielt. In Ländern, in denen traditionell sehr viele Kohlehydrate und vergleichsweise wenig Fett konsumiert werden, tritt das Darmkarzinom relativ selten auf. Dies trifft auf die meisten afrikanischen Länder zu. Das bedeutet, dass es richtig wäre, sich fleisch- und fettarm zu ernähren, folgerte Fuchs.
Vor allem sollte man darauf verzichten, täglich „rotes“ Fleisch zu essen. Gut seien Fisch und Geflügel. Ein Vergleich zwischen Vegetariern und Fleischessern belege diesen Trend aber nicht.
Übergewicht sei, wie bei Herz-Kreislauferkrankungen, ein großes Risiko, genauso wie Rauchen und Alkohol, sollte er nicht mäßig getrunken werden.
Eine wichtige Rolle spiele die körperliche Bewegung. Schon 30 bis 60 Minuten Bewegung dreimal wöchentlich, verringere die Darmkrebsgefahr um 40 Prozent. Ob Ballaststoffe gut oder schlecht seien, darüber gebe es keine einheitlichen Studien. Allerdings sei das Risiko geringer, wenn man ballastreiche Kost zu sich nehme. Obst und Gemüse sollte jeder mehrmals am Tag essen. Kaffee und Tee gelten als unbedenklich.
Nicht nachgewiesen, so der Referent, sei die Antikrebswirkung von Grün- oder Schwarztee. Keinen protektiven Effekt auf Tumore hätten zusätzliche Vitamine wie A, C, D oder E. Bei einer normalen Ernährung seien Zusätze nicht relevant.
Das Fazit von Dr. Fuchs: Richtige Ernährung, regelmäßige Bewegung und regelmäßige Vorsorge sind die Voraussetzung zur Vermeidung von Darmkrebs. Sind in der Familie schon Dickdarmkrebsfälle aufgetreten, sollten Früherkennungsmaßnahmen schon in jüngeren Jahren und in kürzeren Abständen getroffen werden. Ansonsten sollte man alle zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen. Quelle: www.mainpost.de
|