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Das Risiko einer Thrombose ist für Frauen höher


20.10.2011

(ks) Venenerkrankungen waren das Thema von Dr. Michael Dietrich, Chefarzt für Allgemein- Vizeral- und Gefäßchirurgie an der Geomed-Klinik in Gerolzhofen. Wie brisant dieses Thema ist, zeigte das überaus große Interesse und die Vielzahl der Besucher. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit der Klinik mit der Volkshochschule möglich gemacht.

Venenerkrankungen – ein Krankheitsfeld, das derart vielseitig ist, so der Chefarzt – könne man nicht an einem Abend abhandeln. Aus diesem Grunde wählte er zwei wichtige Themen aus. Zum einen die Thrombose bei den Tiefenvenen und zum anderen die weniger gefährlichen, aber nicht so schönen Krampfadern.

Venenthrombosen sind ein relativ häufiges Krankheitsbild, etwa 40 pro 100 000 Personen erkranken daran. Frauen haben ein deutlich erhöhtes Thromboserisiko als Männer. Die Todesursache aufgrund einer Lungenembolie, einer der Komplikationen der Thrombose, ist die dritthäufigste Todesursache und viermal so hoch wie die Zahl der Verkehrstoten.

Was sind die Ursachen einer Thrombose? Die Ärzte sprechen von der Virchow-Trias, wenn sie die Entstehung beschreiben. Ein wichtiger Grund sind Schäden an der Gefäßwand, Entzündungen machen sie rau, das fließende Blut bildet so genannte Rinnsel, die sich festsetzen können, und so kann eine Thrombose entstehen.

Ein weiterer Grund ist eine Veränderung in der Strömungsgeschwindigkeit des Blutes. Sie entsteht meist an den Teilungsstellen der großen Arterie. Der dritte Grund ist die Beschaffenheit des Blutes. Dickes Blut gerinnt leichter als dünnes. Dickes Blut kann zum Beispiel durch Flüssigkeitsmangel oder Fieber entstehen. Welches sind die Symptome: einseitige Beinschwellung, dumpfer Schmerz, Wadendruckschmerz, Blaufärbung, Schweregefühl. Je früher eine Venenthrombose erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten. Ganz wichtig sind die ersten Tage, dann kann man das Gerinnsel noch auflösen. Ist der Zeitpunkt verpasst, bleibt nur die Behandlung mit Kompressionsstrümpfen und Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen.

Krampfadern oder Varikose betreffen die oberflächlichen Venen der Beine. Die Ursache liegt in einer angeborenen Bindegewebsschwäche. Beschwerden durch Krampfadern: geschwollene Knöchel, schwere oder offene Beine und in schlimmen Fällen Ernährungsstörung der Haut, das heißt, es bilden sich braune Flecken.

Selten bereiten Krampfadern Schmerzen. Aus diesem Grunde kommen Patienten meistens zu spät in die Arztpraxis. Dr. Michael Dietrich ging noch auf die verschiedenen Operationsmöglichkeiten wie das Strippen, die Laserbehandlung, die Radiofrequenzverödung oder die klassischen Schaumverödung ein. Er riet dringend das Tragen der Kompressionsstrümpfe oder eine medikamentöse Behandlung.

Kalte Wassergüsse nach Kneipp brächten ebenfalls Linderung. Ein ganz wichtiger Punkt sei die tägliche Bewegung, gerade wenn man einen stehenden oder überwiegend sitzenden Beruf ausübt.

Quelle: www.mainpost.de



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