Beweglichstes Gelenk des Menschen
02.06.2010
(br) Schulterverletzungen, Verletzungsfolgen und Verschleißerkrankungen der Schulterregion haben im vergangen Jahrzehnt deutlich zugenommen. Im Rahmen der an der Geomed-Klinik durchgeführten Arzt-Patientenseminarreihe referierte Dr. med. Leonard Olsinski, Chefarzt der unfall- und orthopädischen Chirurgie, über Schultererkrankungen, Therapie- und Operationsmöglichkeiten sowie deren Nachbehandlung.
Nach anschaulicher, bebilderter Darstellung der Anatomie der menschlichen Schulter gab der Referent einen Überblick über die Fülle möglicher Schulterverletzungen und den Stand der Behandlungs- und nötigenfalls Operationsmöglichkeiten der Verletzungen im Schulterbereich.
Die möglichen Schultererkrankungen reichen von der sehr häufig auftretenden „Rotatorenmanschettenruptur“ (Riss oder Anriss von Sehnen, die die Schultermuskulatur umfassen) über Instabilität (ausgekugelter Arm) und Frakturen des Schulterblattes bis hin zu Schlüsselbeinfrakturen und Brüchen des Oberarmkopfes, einer bei älteren Menschen sehr häufig auftretenden Form.
Laut Dr. Olsinski ist die möglichst frühzeitige Behandlung von Verletzungen entscheidend. „Verletze Strukturen und die Art der ärztlichen Versorgung bestimmen den Krankheitsverlauf und die Heilung entscheidend“, so Olsinski. Auch frühzeitige Krankengymnastik, was ein Mitwirken und Zutun des Patienten erfordert, sei von entscheidender Bedeutung. „Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist die frühzeitige Erkennung, Behandlung und Therapie erforderlich“, sagte der Referent.
Bei der Erkennung gebe es mit der Kernspintomographie ein optimales Hilfsmittel zur Diagnoseerstellung. Spezielle diagnostische Verfahren helfen den Schulterschmerz zu differenzieren und spezifisch zu behandeln. Bei der Therapie, so Olsinski. ist auch der Patient entscheidend, da er den Therapieverlauf entscheidend mitprägt. Ziel ist immer eine möglichst normale Beweglichkeit des laut Olsinski „beweglichsten Gelenks des Menschen“. Quelle: www.mainpost.de
|